Kopf hoch

Logbuch 16

 

Die Flut und ihre Folgen beschäftigen uns im Museum noch immer. Heute hat die Euskirchener Restauratorin Sarah Renn ein besonders kostbares Stück unserer Sammlung abgeholt, um es professionell zu reinigen und die Farbschichten zu sichern: Ein hölzerner Puttenkopf aus der ehemaligen Kapuzinerkirche von Euskirchen.

In den 1680er-Jahren hatte der katholische Kapuzinerorden im Zentrum von Euskirchen ein barockes Kloster mit einer prachtvollen Kapelle errichtet. Dort schmückten Putten, das heißt Engel in kindlicher Gestalt, die Altäre. Leider wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg bei Luftangriffen im Dezember 1944 vollständig zerstört. An ihrer Stelle befindet sich heute der Klosterplatz mit den angrenzenden Geschäften. Erhalten haben sich nur wenige Ausstattungsstücke wie dieser und ein weiterer Puttenkopf, der dauerhaft im Museum ausgestellt ist.

Es ist wichtig, diese wenigen Zeugnisse der Barockzeit in Euskirchen für die nächsten Generationen zu bewahren. Wir freuen uns, wenn der kleine Putto bald wieder frisch restauriert zurückkehrt.

Puttenkopf vom Hauptaltar der ehemaligen Kapuzinerkirche in Euskirchen
Holz, farbig gefasst
1680er-Jahre

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