Logbuch - Das Museum nach der Flut

Das Stadtmuseum ist von der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 massiv betroffen. Das Erdgeschoss mit dem Stadtmodell und dem rückwärtig gelegenen Sammlungsdepot standen zwei Meter tief unter Wasser. Das komplette Ausstellungsmobiliar und die Sammlungsstücke wurden zerstört oder schwer beschädigt. Unmittelbar nachdem das Wasser gesunken war hat das Team des Stadtmuseums mit dem Ausräumen und der Sicherung der Exponate begonnen. In den kommenden Monaten wird es nun vorrangig um die Sanierung und den Wiederaufbau des Ausstellungsbereiches im Erdgeschoss und die Restaurierung der Exponate gehen. In diesem Logbuch halten wir einige Arbeitsschritte für Sie fest.

Das Stadtmodell kehrt zurück!

Unser „Flut-Wunder“, das historische Modell der Stadt Euskirchen, ist endlich zurück im Museum. Es wurde vom Hochwasser am 14. Juli 2021 zum Glück nicht überschwemmt, sondern stieg mit den Wassermassen nach oben und setzte sich dann wieder am Boden ab.

Auf den ersten Blick waren die Schäden überschaubar. Doch die unfreiwillige Schwimm-Tour setzte dem Objekt ganz schön zu. Es bildeten sich Risse und Verformungen und die Unterseite setzte Schimmel an. Das Modell wurde daher in vier Teile zersägt und zum Trocknen an einem sicheren Ort außerhalb des Kulturhofs gelagert. Erst jetzt, nach der Rückkehr ins Museum, kann die eigentliche Restaurierung beginnen. Bald soll das Modell dann das Herzstück unseres neu gestalteten Eingangsbereichs werden.

Holz, Papier, Pappe und Modelliermasse – das waren die Werkstoffe, aus denen der Architekt Philipp Hoffmann 1952 die Stadt Euskirchen im Miniaturformat nachbaute. Anlass war damals die 650-Jahrfeier der Stadt. Das Modell zeigt Euskirchen im 19. Jahrhundert. Der Plan des Landvermessers Tollmann von 1829 diente als Grundlage für die Gestaltung.

Ein großes Dankeschön geht an die Katholische Pfarrgemeinde St. Martin für die Bereitstellung des „Trockenraumes“ und an die Kollegen vom Stadtbetrieb Freizeit und Sport für den professionellen und achtsamen Transport.

Was passiert eigentlich gerade in unserer Sammlung?

Seit einem halben Jahr arbeitet das Museumsteam nun schon übergangsweise im Gebäude der AOK Rheinland. Auch ein großer Teil der Museumssammlung musste dorthin mit umziehen, weil das Depot im Kulturhof von der Flut betroffen war und zurzeit saniert wird. Seitdem gibt es für die beiden Museumsmitarbeiterinnen, die die Sammlung betreuen, viel zu tun.

Hunderte von Objekten wurden gesichtet, sortiert, dokumentiert und auf Schäden durch Feuchtigkeit und Schimmel geprüft. Einiges wurde in die Hände von Restauratorinnen und Restauratoren gegeben. Vieles haben die Mitarbeiterinnen des Museums aber auch selbst übernommen: Das Reinigen und Trocknen von Objekten aus Papier, Holz und Metall zum Beispiel.

Nun werden die Sammlungsstücke nach und nach in Archivkartons verpackt, bis im Frühjahr endlich der Umzug zurück in den Kulturhof ansteht!

Alles wird gut

Dieses Corona-Herz verkörpert die beiden großen Einschnitte des zurückliegenden Jahres: die alles beherrschende Pandemie und die Hochwasser-Katastrophe im Sommer. Im Mai 2020 wurde das Herz aus rot bemaltem Holz an der Skulptur „Augenhand" auf der Kölner Straße gefunden, in Höhe der Stadtverwaltung. Ein Unbekannter hatte es dort aufgehängt, vielleicht zum Dank an die Pflegekräfte, sicher aber als Zeichen der Hoffnung und Zuversicht. Als Zeitzeuge gelangte das Herz ins Depot des Museums und überstand die Flut nur leicht beschädigt.

Auch wir nehmen die Aufschrift „Vertrauen“ einfach mal als Motto für das kommende Jahr: Vertrauen darauf, dass es für uns alle ein gutes Jahr wird, mit mehr Normalität, aber auch mit spannenden Neuerungen bei uns im Stadtmuseum - wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Unsere bisher wöchentliche Logbuch-Reihe zum Museum nach der Flut wird 2022 in lockerer Folge fortgesetzt.

Auch der Heilige Nikolaus hat die Überflutung unseres Depots überstanden. Und zwar auf diesen Glasbildern. Sie erzählen von rechts nach links eine kurze Geschichte: Ein alter Mann mit langem Bart und Mütze wird im tiefsten Winter von einer Familie ins Haus gelassen. Zunächst mit seiner Rute und dann mit erhobenem Zeigefinger ermahnt er die Kinder, immer schön brav zu sein. Er belohnt sie schließlich mit einem Sack voller Leckereien und Spielsachen.

Das alles geschieht seitenverkehrt, da die Bilder ursprünglich an die Wand projiziert wurden. In der Zeit um 1900 benutzte man dafür eine so genannte Laterna Magica, eine Art Vorgänger des Diaprojektors. Die Vorführung mit einem solchen Gerät hatte damals einen Unterhaltungswert wie heute ein Kinobesuch. Daran erinnert das Fundstück aus unserer Sammlung, dem leider seit der Flut eine Ecke fehlt.

Es zeigt auch, dass sich Weihnachtstraditionen verändern. Im 19. Jahrhundert bekam der oft als Bischof dargestellte Heilige Nikolaus nämlich Konkurrenz durch den Weihnachtsmann und der sah oft so aus, wie es die Glasbilder zeigen. Die Kinder heute würden ihn so vermutlich nicht erkennen – inzwischen hat sich die Vorstellung des amerikanischen Santa Claus mit roter Mütze, Pausbacken und breitem Gürtel weitestgehend durchgesetzt.

Unzerbrechlich

Bei der Sichtung unserer Objekte nach der Flut gibt es für uns immer wieder kleine Wunder zu entdecken, die uns Mut machen: So ist es kaum zu glauben, dass dieser Bierkrug aus Glas das Hochwasser fast unbeschadet überstanden hat. Er befand sich in einem Depot, das von den meterhohen Wassermassen regelrecht verwüstet wurde. Nach einer professionellen Reinigung erstrahlt er nun wieder in altem Glanz.

Die Mitglieder des „MGV Sängerkreis Euskirchen e.V.“ hatten den Bierkrug am 1. April 1900 ihrem neuen Dirigenten Hugo Schmöle als Begrüßungsgeschenk und Zeichen gelebter Geselligkeit überreicht. Auf dem Deckel ist eine entsprechende Widmung eingraviert.

Damals erfreuten sich reine Männerchöre großer Beliebtheit, um im heiteren Beisammensein traditionelles Volksliedgut zu pflegen. Später wurde der Verein umbenannt in „Sängerkreis Euskirchen e.V.“. Er ist heute der älteste noch existierende Chor der Kernstadt und steht inzwischen Männern und Frauen gleichermaßen offen.

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Die unverwechselbare Nummer oder: Wie wir Objekte wiederfinden

Seit der Flut im Juli sind wir damit beschäftigt, die geborgenen Gegenstände und Dokumente mit unserer digitalen Objektliste abzugleichen. Nur so bekommen wir einen Überblick, welche Sammlungsstücke gerettet werden konnten. Dabei hilft uns die so genannte Inventarnummer, die jedes Objekt im Museum unverwechselbar macht. Die Inventarnummer wird am Objekt befestigt, sobald es als Schenkung oder Ankauf in den Museumsbestand aufgenommen wird. Die Flutkatastrophe hat gezeigt, wie wichtig die richtige Anbringung ist: Bei Kleidungsstücken zum Beispiel wird die Nummer mit farbechtem, wasserfestem Stift auf ein Stück Stoffband notiert und mit wenigen Stichen an unauffälliger Stelle festgenäht, in der Regel am Innenfutter.

So konnten wir unter anderem ein edles Damenkostüm aus roter Schurwolle und Pelzbesatz zuordnen, das die Inhaberin einer großen Euskirchener Firma wohl Anfang der 1960er-Jahre gekauft und getragen hat. Ihre Tochter übergab es 2019 dem Museum, was auch aus der Inventarnummer hervorgeht: 2019/003.01. Inzwischen konnte das Kostüm professionell gereinigt werden.

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Auch Papier überstand die Flut - Ehrenurkunde von 1911 wird restauriert

Das hätte sich der Klempner Theodor Schäfer aus Roitzheim wohl nicht träumen lassen, dass sein berufliches Wirken einmal Niederschlag im Museum findet!

1872 geboren, begann er bereits mit vierzehn Jahren seine Lehre. Diese Ehrenurkunde wurde ihm zu seinem 25. Arbeitsjubiläum als Handwerker bei der Euskirchener Firma Hochhaus überreicht. Die in der Kessenicher Straße ansässige Firma produzierte hauptsächlich Gießkannen. Die Urkunde stammt vermutlich aus dem Jahr 1911 und wurde vor zwei Jahren in die Museumssammlung aufgenommen.

Durch die Flut wurde das Dokument vollständig überschwemmt. Um es zu trocknen, musste es aus seinem Rahmen entfernt werden. Dabei wurde die Urkunde beschädigt.

Zum Glück ist aber das Papier in einem erstaunlich guten Zustand. Eine Restauratorin wird sich nun der über 100 Jahre alten Urkunde annehmen, sie von den Schlammresten befreien und die Ecke wieder anfügen.

Es geht voran auf der Baustelle

Im Erdgeschoss unseres Museums hat sich in den letzten Wochen einiges getan: Nachdem auch hier die Trocknungsgeräte ganze Arbeit geleistet haben, wurden die Fußbodenheizung, der Estrich und die Wand unter der Treppe erneuert. Eine provisorische Zwischendecke aus Holz schützt die Objekte in den oberen Etagen vor dem Staub der Baustelle.

Das alles war nötig, denn in der Flutnacht im Juli stand der Kulturhof fast 2 Meter hoch unter Wasser.

Noch sieht der Raum ziemlich kahl aus. Doch das soll sich ändern! Nächstes Jahr wird das Museum seine Tore wieder öffnen. Bis es so weit ist, nutzen wir die Zeit, um den Eingangsbereich neu zu gestalten – lasst euch überraschen! Eines aber bleibt auch weiterhin das Herzstück unseres Foyers: das historische Stadtmodell, unser schwimmendes Flutwunder.

Wir blicken optimistisch nach vorne und halten euch auf dem Laufenden.

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Museumsschätze kehren aus der Restaurierung zurück

Das ging erstaunlich schnell! Nach nur kurzer Zeit haben wir bereits die ersten Kleidungsstücke bei der Restauratorin abholen können. Die Textilrestauratorin Helga Helbig hat ganze Arbeit geleistet und verschiedene Kleider, Mäntel und Lederstiefel erfolgreich gereinigt und gepflegt. Darunter ist auch das bereits erwähnte blaue Turnkleid des TV Palmersheim und ein empfindlicher Kinderschuh aus Leder von 1944.

Die Textilien waren stark in Mitleidenschaft gezogen und mit Schlamm verschmutzt. Der Reinigungsaufwand für die Objekte war sehr hoch. Mit viel Handarbeit und verschiedenen Reinigungstechniken ist es der Restauratorin gelungen, die Kleidungsstücke wiederherzustellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Letzte Woche war eine Restauratorin des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums (LVR-AFZ in Pulheim-Brauweiler) bei uns. Sie hatte schon im Juli, direkt nach der Flut, „erste Hilfe“ im Umgang mit den beschädigten Objekten unserer Sammlung geleistet: Professionell angeleitet konnten wir durchnässte und verschlammte Gegenstände so reinigen, trocknen und lagern, dass vieles gerettet wurde. Mit Hilfe der Expertin haben wir besonders schwere Fälle gleich aus dem Verkehr gezogen und in die Hände von Restauratorinnen und Restauratoren gegeben, die auf verschiedene Materialien spezialisiert sind.

Bei dem Termin letzte Woche ging es nun darum, die betroffenen Teile unserer Sammlung nochmal in Ruhe zu begutachten. Das Papier von Bildern und Schriftstücken ist durch die Feuchtigkeit wellig und fleckig geworden. Die Restaurierung solcher Schäden ist glücklicherweise gut machbar. Das gilt auch für die schöne Martinslaterne aus den 1950er-Jahren, die 2019 noch in unsere Ausstellung „Wir packen aus“ zu sehen war.

Die beruhigende Nachricht: Kein Objekt ist mehr von unmittelbarem Verfall bedroht. Das verdanken wir aus Sicht der LVR-Restauratorin auch der Nutzung besonders hochwertiger Aufbewahrungsboxen. Sie waren zwar machtlos gegen das Wasser, haben aber den Schlamm kaum durchgelassen.

Nach der Flutkatastrophe ist das Stadtmuseum vornehmlich mit der Rettung der beschädigten Sammlung beschäftigt. Gleichzeitig werden kontinuierlich neue Objekte aufgenommen.

Unlängst kamen zahlreiche Gegenstände aus dem Impfzentrum des Kreises Euskirchen in Nettersheim-Marmagen hinzu, darunter Hinweisschilder, Impfbändchen, leere Impfampullen, Schutzkleidung.

Und das kam so: Ende September schloss das Impfzentrum in Marmagen seine Türen. Das Impfzentrum war Teil einer in der deutschen Geschichte beispiellosen Impfkampagne gegen das Corona-Virus. Innerhalb von sechs Wochen baute Kreisbrandmeister Udo Crespin Ende 2020 in der ehemaligen Eifelhöhenklinik das Impfzentrum des Kreises Euskirchen auf. Dies geschah in enger Kooperation mit öffentlichen Zivilschutzstellen, privaten Hilfsorganisationen und der Bundeswehr. Am 8.02.2021 ging das Impfen los. 101 Personen ließen sich an diesem ersten Tag die Impfung verabreichen. Schlussendlich wurden bis zum 30.09.2021 vor Ort in Marmagen und durch mobile Teams 150.000 Menschen geimpft. Streckenweise waren bis zu 120 Ärztinnen und Ärzte und täglich bis zu 80 zivile Helferinnen und Helfer im Einsatz, viele von ihnen ehrenamtlich.  

Das Stadtmuseum Euskirchen hat eine Fotodokumentation erstellt, die den Ablauf des Impfvorganges festhält. Sie zeigt den Weg des Impflings vom Eingang der Klinik durch die verschiedenen Stationen des Impfzentrums bis zum Ausgang. Zudem konnten zahlreiche Objekte und Gegenstände aus dem Impfzentrum in die Corona-Sammlung des Museums übernommen werden. Alles zusammen wird in späterer Zeit das ungeheure Ausmaß der Corona-Pandemie und deren Bewältigungsstrategien verdeutlichen.

Dabei geht es wieder um ein ganz besonderes Stück Euskirchener Geschichte: Das blaue Turnkleid stammt aus den 1930 er Jahren und trägt das Vereinsemblem des TV Palmersheim. Einteilig und mit Pumphose mag es heute im besten Fall retro erscheinen, seinerzeit ist Design und Schnitt nahezu revolutionär. Dazu muss man wissen, dass Frauen erst seit dem Ende des 19. Jahrhunderts im Verein Sport treiben durften(!). Und erst seit den 1920 Jahren mussten sie beim Sport keine langen Kleider und/oder Korsetts mehr tragen. In Turnkleidern wie diesen dürften sich Frauen also sehr befreit und wohl gefühlt haben. Und besser Sport treiben ließ sich garantiert auch.

Auch dieses Turnkleid des TV Palmersheim, ein absolutes Einzelstück und daher besonders wertvoll, wurde von der Flut durchweicht und verschmutzt. Einfach in die Waschmaschine stecken? Unmöglich! Viel zu empfindlich. Um es für die Nachwelt zu erhalten, muss das Turnkleid aufwendig restauriert werden. Ein erster Schritt ist dabei die Reinigung auf einem sog. Niederdrucktisch. Darauf liegend wird der Stoff mit speziellen Reinigungsmitteln und einem fein justierten Absaugverfahren schonend gereinigt und getrocknet. Ein solches Verfahren kann allerdings nur eine erfahrene Textil-Restauratorin anwenden. Das Turnkleid soll schließlich heil bleiben. 

Übrigens: Die Sammlung des Stadtmuseums Euskirchen umfasst viele verschiedene Kleidungsstücke und Textilien, die die spannende Entwicklung der Mode im letzten Jahrhundert vermitteln. Ein rotes Damenkostüm mit Pelzbesatz aus den 1950er Jahren zählt ebenso dazu wie ein bunte Cocktailkleid aus den 1970er Jahren.

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Ausgelöst durch die Feuchtigkeit und den Schlamm des Hochwassers haben die Sammlungsstücke aus Metall sofort Rost angesetzt. Dieser Prozess musste möglichst schnell aufgehalten werden. Und so hat ein versierter Metallrestaurator bereits kurz nach der Bergung der Objekte mit der Notsicherung begonnen.

Zwei Stahlhelme aus dem 2. Weltkrieg, somit über 70 Jahre alt und sehr zerbrechlich, standen in der akuten Gefahr, an Substanz zu verlieren. Hier war die ruhige Hand des Fachmanns gefragt, der die Helme mit einem Hochdruckgerät und viel Dampf ganz vorsichtig reinigte. Nach der Trocknung an der Luft erfolgte eine zusätzliche Behandlung mit Öl und Wachs. Dadurch sind die Helme vor weiterem Rost geschützt.

Ebenso sorgfältig musste der versilberte Pokal aus dem Jahr 1871(!) gesäubert werden. Er erscheint nun wieder im alten Glanz und auch das historische Werkzeug aus einer Euskirchener Holzbildhauerwerkstatt sieht nach der Behandlung mit dem Universalöl Ballistol fast wieder so aus wie vor der Flut.

Diese und alle anderen vorerst gesicherten Metallobjekte werden in einigen Monaten nochmals begutachtet. Erst dann wird sich herausstellen, ob das ein oder andere Stück noch intensiver restauriert werden muss.

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Diese Bilder aus dem Stadtmuseum sind ungewöhnlich, aber derzeit alltäglich. Denn, die Sanierung des Erdgeschosses hat begonnen. Zunächst werden die Bodenfliesen und der feuchte Estrich aufgestemmt, und was das bedeutet, braucht man derzeit in Euskirchen wohl niemandem zu erklären: Staub und Lärm überall. Und das Gute daran? Es geht voran!

Umständehalber bleibt das Stadtmuseum bis auf Weiteres geschlossen. Die Kulturrucksack-Workshops für Jugendliche in den Herbstferien finden trotzdem statt. Anmeldung ab sofort per Email möglich. Nähere Informationen dazu hier: Kulturrucksack (kulturhof.de)

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Das Stadtmuseum ist von der Unwetterkatastrophe vom 14. Juli 2021 massiv betroffen. Das Erdgeschoss mit dem Stadtmodell und dem rückwärtig gelegenen Sammlungsdepot standen zwei Meter tief unter Wasser. Das komplette Ausstellungsmobiliar und die Sammlungsstücke wurden zerstört oder schwer beschädigt. Unmittelbar nachdem das Wasser gesunken war hat das Team des Stadtmuseums mit dem Ausräumen und der Sicherung der Exponate begonnen. In den kommenden Monaten wird es nun vorrangig um die Sanierung und den Wiederaufbau des Ausstellungsbereiches im Erdgeschoss und die Restaurierung der Exponate gehen. 

Und nun zum kleinen Wunder: Niemand hätte darauf gewettet, dass das historische Stadtmodell die Überschwemmung übersteht. Und doch, das größte Ausstellungsstück des Museums ist erhalten geblieben. Denn, das Stadtmodell von 1952 hat sich vom steigenden Wasser in die Höhe treiben und vom sinkenden Wasser wieder auf seinen angestammten Platz tragen lassen. Wer hätte das gedacht? In den kommenden Monaten wird das Modell getrocknet und restauriert. Es soll schließlich bald wieder gezeigt werden und noch vielen nachfolgenden Generationen einen Eindruck vom mittelalterlichen Euskirchen vermitteln.

Umständehalber bleibt das Stadtmuseum bis auf Weiteres geschlossen. Per Logbuch halten wir Sie auf dem Laufenden.

Sie möchten die Restaurierung des Stadtmodells und anderer Ausstellungsstücke unterstützen? Dann spenden Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl an den Förderverein des Stadtmuseums.
Freunde und Förderer des Stadtmuseums Euskirchen e.V.
Kreissparkasse Euskirchen
IBAN DE71 3825 0110 0002 6102 69